BSSOG Monsbergergasse Graz
Auslober: BIG - Bundesimmobiliengesellschaft mbH
Bearbeitung: Lukas Burgstaller, Hermann Herbst, Gregor Tritthart, Rainer Spath, Alexander Gündera
Freianlagenplanung: KollektiveLand KLA
Render: new ages - oliver oswald
Modellbau: Rudi Manzl
Städtebau
Die Höhenentwicklung wird an die gebietstypische Bebauung angepasst. Sie bleibt in Bezug auf die östlichen Nachbarn verträglich, stellt nun aber ein Gleichgewicht gegenüber den nördlichen und den rezent, westlich herangerückten Nachbarn her. Der Zugang tritt, nur um ein Geschoß erhöht, niedrig in Erscheinung, um in seiner Maßstäblichkeit einen freundlichen Empfang zu gewährleisten. Eine Abtreppung nach Süden leitet fließend in die dort vorhandenen Freiräume über.
Architektur
Die Intention des Bestands wird fortgeführt, die Erhöhung der existierenden Kubaturen folgt der Silhouette der vorhandenen Baukörper.
Die rationalistische Architektursprache des Sichtziegelbaus wird in aufgelockerter Form durch den zinkblechbeschlagenen Aufbau fortgeführt. Der Weg in das Gebäude folgt den Prinzipien des Raumplanes, indem er den Zugang durch den überdachten Vorbereich und den Windfang komprimiert, um ihn dann spektakulär in die Aula mit ihrem mehrgeschoßigen Luftraum zu öffnen.
Eine breite Treppe mit Sitzstufen führt alle SchülerInnen als demokratisch verbindendes Element nach oben in die beiden Schulbereiche. Die Auftrennung in BORG oder HAK erfolgt dann in den jeweiligen Geschoßen. Durch diese offene, vertikale Erschließung gelingt auch die Verbindung der allgemein genutzten Bereiche im Erdgeschoß mit der Bibliothek sowie den großzügigen Terrassen im zweiten Obergeschoß, ohne diese explizit einem Schultyp zuzuordnen und so für beide nutzbar zu machen. Trotzdem bleibt die Trennung zwischen BORG und HAK immer klar und ohne Durchmischung als links und rechts der Stiege ablesbar. Die Bibliothek ist hierbei als offener Raum konzipiert, welcher zwischen den beiden Terrassen positioniert ist und sich zum Außenraum öffnet, wodurch den SchülerInnen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten geboten werden.
Die mehrgeschoßige Halle im Zentrum ermöglicht einen gut belichteten Zentralraum mit spannenden Blickbeziehungen. Der Raum schafft Orientierung und einen Überblick über das ganze Gebäude mit seinen beiden Schultypen. Durch Farbe und Materialität werden die unterschiedlichen Identitäten hervorgehoben. Unterschiedlich tief eingeschnittene Lichthöfe mit intensiver Begrünung gewährleisten eine gute Belichtung und verbessern das Klima im direkten und übertragenen Sinn.
Die Cluster im BORG und auch in der HAK sind logisch um die Stiegenhauskerne gruppiert. Alle Bereiche weisen eine großzügige Lern- und Aufenthaltszone auf. Hier findet Kommunikation und Austausch statt. Rücksprünge in den Gangwänden schaffen Nischen, die für Einzel- oder Kleingruppen einen ruhigen Rückzugsbereich bilden. Alle Geschoße weisen hier auch vorgelagerte Terrassen mit unterschiedlichen Qualitäten auf, um den Unterricht oder die Pause ins Freie verlagern zu können.
Die beiden Schulverwaltungen mit angeschlossenen Teamarbeitsräumen sind beidseitig des Zugangs untergebracht. So ist eine gute Übersicht und leichte Erreichbarkeit für schulfremde Personen gewährleistet. Auch diesen Bereichen ist ihre Terrasse vorgelagert.
Alle Räume, die von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden sollen, finden im Erdgeschoß bzw. die Bibliothek in der räumlichen Verlängerung der Aula im zweiten Obergeschoß ihren Platz. Auch der Übergang zum Turnsaal ist nun freundlicher über die große Aula gestaltet.
Freiraum
Die Freiraumplanung für die Erweiterung und Sanierung der Schule verfolgt das Ziel, vielfältige, klimaresiliente und pädagogisch aktivierbare Außenräume zu schaffen. Im Schulumfeld werden bestehende Flächen funktional und ökologisch aufgewertet: Ein durchlässiger, offener Vorplatz wird zum zentralen Ankunfts- und Begegnungsort. Durch Entsiegelung und Rückbau von Parkplätzen entsteht ein naturnaher Schulpark mit vielfältiger Zonierung. Der neue Lehrgarten mit Nasch-, Kräuter- und Sensorikbereichen fördert unmittelbare Naturerfahrung und fächerübergreifendes Lernen.
Im 2. Obergeschoss entstehen ein zentraler Innenhof, Lichthöfe und Dachterrassen, die den Schülern direkten Zugang zu den Freiräumen bieten. Eine flexible Lernlandschaft mit Begrünung, Sitzplattformen und digitaler Infrastruktur bietet neue Formen des Arbeitens im Freien. Eine Leselandschaft und gestaltete Lichthöfe schaffen ruhige, atmosphärisch dichte Zonen für Rückzug und Reflexion. Die Freiräume stärken die Beziehung zwischen Schule, Natur und Stadt – als Lernumfeld, Lebensraum und Begegnungsort gleichermaßen.
BSSOG Monsbergergasse Graz
Auslober: BIG - Bundesimmobiliengesellschaft mbH
Bearbeitung: Lukas Burgstaller, Hermann Herbst, Gregor Tritthart, Rainer Spath, Alexander Gündera
Freianlagenplanung: KollektiveLand KLA
Render: new ages - oliver oswald
Modellbau: Rudi Manzl
Städtebau
Die Höhenentwicklung wird an die gebietstypische Bebauung angepasst. Sie bleibt in Bezug auf die östlichen Nachbarn verträglich, stellt nun aber ein Gleichgewicht gegenüber den nördlichen und den rezent, westlich herangerückten Nachbarn her. Der Zugang tritt, nur um ein Geschoß erhöht, niedrig in Erscheinung, um in seiner Maßstäblichkeit einen freundlichen Empfang zu gewährleisten. Eine Abtreppung nach Süden leitet fließend in die dort vorhandenen Freiräume über.
Architektur
Die Intention des Bestands wird fortgeführt, die Erhöhung der existierenden Kubaturen folgt der Silhouette der vorhandenen Baukörper.
Die rationalistische Architektursprache des Sichtziegelbaus wird in aufgelockerter Form durch den zinkblechbeschlagenen Aufbau fortgeführt. Der Weg in das Gebäude folgt den Prinzipien des Raumplanes, indem er den Zugang durch den überdachten Vorbereich und den Windfang komprimiert, um ihn dann spektakulär in die Aula mit ihrem mehrgeschoßigen Luftraum zu öffnen.
Eine breite Treppe mit Sitzstufen führt alle SchülerInnen als demokratisch verbindendes Element nach oben in die beiden Schulbereiche. Die Auftrennung in BORG oder HAK erfolgt dann in den jeweiligen Geschoßen. Durch diese offene, vertikale Erschließung gelingt auch die Verbindung der allgemein genutzten Bereiche im Erdgeschoß mit der Bibliothek sowie den großzügigen Terrassen im zweiten Obergeschoß, ohne diese explizit einem Schultyp zuzuordnen und so für beide nutzbar zu machen. Trotzdem bleibt die Trennung zwischen BORG und HAK immer klar und ohne Durchmischung als links und rechts der Stiege ablesbar. Die Bibliothek ist hierbei als offener Raum konzipiert, welcher zwischen den beiden Terrassen positioniert ist und sich zum Außenraum öffnet, wodurch den SchülerInnen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten geboten werden.
Die mehrgeschoßige Halle im Zentrum ermöglicht einen gut belichteten Zentralraum mit spannenden Blickbeziehungen. Der Raum schafft Orientierung und einen Überblick über das ganze Gebäude mit seinen beiden Schultypen. Durch Farbe und Materialität werden die unterschiedlichen Identitäten hervorgehoben. Unterschiedlich tief eingeschnittene Lichthöfe mit intensiver Begrünung gewährleisten eine gute Belichtung und verbessern das Klima im direkten und übertragenen Sinn.
Die Cluster im BORG und auch in der HAK sind logisch um die Stiegenhauskerne gruppiert. Alle Bereiche weisen eine großzügige Lern- und Aufenthaltszone auf. Hier findet Kommunikation und Austausch statt. Rücksprünge in den Gangwänden schaffen Nischen, die für Einzel- oder Kleingruppen einen ruhigen Rückzugsbereich bilden. Alle Geschoße weisen hier auch vorgelagerte Terrassen mit unterschiedlichen Qualitäten auf, um den Unterricht oder die Pause ins Freie verlagern zu können.
Die beiden Schulverwaltungen mit angeschlossenen Teamarbeitsräumen sind beidseitig des Zugangs untergebracht. So ist eine gute Übersicht und leichte Erreichbarkeit für schulfremde Personen gewährleistet. Auch diesen Bereichen ist ihre Terrasse vorgelagert.
Alle Räume, die von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden sollen, finden im Erdgeschoß bzw. die Bibliothek in der räumlichen Verlängerung der Aula im zweiten Obergeschoß ihren Platz. Auch der Übergang zum Turnsaal ist nun freundlicher über die große Aula gestaltet.
Freiraum
Die Freiraumplanung für die Erweiterung und Sanierung der Schule verfolgt das Ziel, vielfältige, klimaresiliente und pädagogisch aktivierbare Außenräume zu schaffen. Im Schulumfeld werden bestehende Flächen funktional und ökologisch aufgewertet: Ein durchlässiger, offener Vorplatz wird zum zentralen Ankunfts- und Begegnungsort. Durch Entsiegelung und Rückbau von Parkplätzen entsteht ein naturnaher Schulpark mit vielfältiger Zonierung. Der neue Lehrgarten mit Nasch-, Kräuter- und Sensorikbereichen fördert unmittelbare Naturerfahrung und fächerübergreifendes Lernen.
Im 2. Obergeschoss entstehen ein zentraler Innenhof, Lichthöfe und Dachterrassen, die den Schülern direkten Zugang zu den Freiräumen bieten. Eine flexible Lernlandschaft mit Begrünung, Sitzplattformen und digitaler Infrastruktur bietet neue Formen des Arbeitens im Freien. Eine Leselandschaft und gestaltete Lichthöfe schaffen ruhige, atmosphärisch dichte Zonen für Rückzug und Reflexion. Die Freiräume stärken die Beziehung zwischen Schule, Natur und Stadt – als Lernumfeld, Lebensraum und Begegnungsort gleichermaßen.








